31.01. u. 01.02.2026
NSSV-Landesmeisterschaft/Halle 2026


Jan Heerlein, Andreas Pohl und Peter Marquard (v.li.) starteten Samstagvormittag in der ersten Gruppe. Eigentlich wäre auch Florence Wirgininks dabei gewesen, leider musste sie krankheitsbedingt kurzfristig absagen.

Jan und Peter schossen unmittelbar nebeneinander auf den Scheiben 15 und 16 in der mit 27 Teilnehmern zahlenmäßig wieder einmal stärksten Klasse Master Recurve.
Jan hatte sich nicht allzuviel ausgerechnet, weil er aus Zeitgründen einfach zu wenig trainieren kann. Hinter vorgehaltener Hand hatte er sogar geunkt, dass er schon froh wäre, wenn er nicht -wie bei der Freiluft-LM im letzten Sommer- Letzter wird. So schlimm wurde es bei weitem nicht, mit seinen 503 Gesamtringen und dem 19. Rang unter 27 Master-Recurvern konnte er schließlich ganz gut leben.

Peter hatte sich zwar insgeheim etwas mehr erhofft, aber 518 Ringe (Platz 17) sind ziemlich genau das, was er schon während der ganzen Hallensaison (VM 516 R., KM 518 R., BDT 519 R.) zeigt. Viel mehr ist scheinbar dieses Jahr nicht drin.....

Andreas ärgerte sich im Nachhinein besonders über seinen mit nur 237 Ringen ziemlich verpatzten ersten Durchgang. Denn seine Konkurrenten um die Podestplätze bei den Senioren Recurvern hatten auch nicht ihren besten Tag. So ging die Silbermedaille bei dieser LM mit relativ durchschnittlichen 504 Gesamtringen an Andreas Heiser vom SKO Schöningen. Wirklich schade, wenn man bedenkt, dass Andreas in dieser Hallensaison bei VM, KM und zuletzt vor einer Woche beim vereinsinternen Bill-Davidson-Turnier nie weniger als 510 Ringe geschossen hat.

  Mailo Morawietz tat in der Jugendklasse Recurve am Samstagnachmittag an die Schießlinie und war bei seiner ersten Hallen-LM schon ziemlich aufgeregt. Aber offenbar konnte er seinen Bogen trotzdem einigermaßen ruhig halten, denn es lief eigentlich von Anfang an ganz gut. Nach 243 Ringen mit den ersten 30 Pfeilen war er überrascht, sich im Zwischenklassement auf PLatz 5 wiederzufinden. Und Mailo machte in Runde 2 da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte und konnte mit 242 Ringen wiederum ein sehr ordentliches Ergebnis auf seinem Schießzettel zusammenrechnen. Zwar musste er noch Tim Reinemann vom ASC Göttingen im Ranking an sich vorbeiziehen lassen, aber mit Rang 6 in dem 15er-Feld war er schließlich doch sehr zufrieden.

 Am Sonntag waren dann unsere Blankbogner/innen (v.li.) Christoph Eberl, Kirsten Bertz, Markus Steinhardt und Edwing Valdes Cardona  am Start.
Markus Steinhardt (Master Blankbogen) war nach dem Bill-Davidson-Turnier etwas ratlos, denn da lief es mit 395 Ringen überhaupt nicht bei ihm. Zwar war er mit seinen 432 Ringen und Platz 12 unter 19 Startern bei seiner zweiten NSSV-Hallenlandesmeisterschaft auch nicht so richtig zufrieden, aber zumindest konnte er den Negativtrend stoppen und wird jetzt im Training weiter Fehlerdiagnose betreiben.

Kirsten hat sich in dieser Hallensaison bisher in einem Bereich von 440 bis 450 Gesamtringen etabliert und wollte eine ähnliche Leistung, oder auch gerne ein paar Ringe mehr in Schwarmstedt abrufen. Das gelang ihr ziemlich gut, denn am Ende standen sogar 460 Ringe hinter ihrem Namen in der Ergebnisliste und brachten ihr den 5. Platz von 7 Teilnehmerinnen in der Klasse Blankbogen Master weiblich.

Für Edwing, der erst vor einem halben Jahr bei unserem letzten Schnuppertag das Schießen mit dem Blankbogen angefangen hat, war die Qualifikation schon die erste große Überraschung. Seine bisherigen Ergebnisse bei Vereins- (455 R.), Kreismeisterschaft (458 R.) und Bill-Davidson-Turnier (483 R.) zeigen eine ziemlich konstante Entwicklung und wir waren natürlich alle gespannt, ob er so eine Performance auch in Schwarmstedt abliefern würde. Aber so eine LM-Atmosphäre ist dann doch ziemlich beeindruckend und da muss man schon sehr cool sein, um nicht doch etwas nervös zu sein. Das war wohl so im ersten Durchgang bei Edwing, in dem es "nur" zu 216 Ringen reichte. Damit zierte er zu diesem Zeitpunkt das Ende der 9er-Rangliste bei den Herren-Blankbognern. Aber die Nervosität legte sich und mit den zweiten 30 Pfeilen lief es dann gleich so gut, dass er mit 246 Ringen sogar eine persönliche Bestleistung und das drittbeste Ergebnis aller 9 Konkurrenten erzielte. Die ließ Edwing dann sogar noch auf einen versöhnlichen 7. Platz vorrücken.Wie gesagt, das alles nach nur einem halben Jahr Bogenschießen. Wir sind auf Edwings weitere Entwicklung sehr gespannt.

Edwings steile Leistungskurve nach so kurzer Zeit erinnert stark an den Werdegang unseres Blankbogenausnahmetalents Chris Eberl, der in Schwarmstedt nach dem Titelgewinn 2024 und Vizemeistertitel im letzten Jahr als Mitfavorit in der Herrenklasse antrat. Er selbst war sich allerdings überhaupt nicht sicher, dass er dieses Mal um den Titel mitschießen würde, dafür waren seine Leistungen in dieser Saison bisher zu schwankend. Ob es an seinem Ausflug zu den Compoundern oder seiner neuen Arbeitsstelle, wo er im Dreischichtbetrieb arbeiten muss, liegt, darüber kann man nur spekulieren. Egal, als wenn es die schwachen Ergebnisse bei den vorangegangenen Turnieren nicht gegeben hätte, zauberte Chris mit 265 Ringen wieder eine erste Runde hin, wie zu besten Zeiten. Allerdings hatte er damit seine Konkurrenz nicht, wie teilweise bei anderen Meisterschaften, schon fast abgeschüttelt. Hannes Dupius vom SV Querum lag nur 2 Ringe zurück und auch der Drittplatzierte, Johannes Bühring vom BSC Wunstorf war mit 254 Ringen noch nicht außer Schlagweite. Glücklicherweise schwächelte in Runde Zwei nicht nur Chris, sondern auch seine Verfolger, so dass es für ihn mit 518 Gesamtringen und somit 12 Ringen Differenz zum Zweitplatzierten Bühring wiederum zum NSSV-Landesmeistertitel/Halle reichte.
Herzlichen Glückwunsch allen zu ihren gezeigten Leistungen!

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