27. u. 28. Juni 2026
NSSV-Landesverbandsmeisterschaft/Freiluft 2026


Im Rahmen der Begrüßung überreichte Filialleiterin Carla Borrmann von der Sparkasse in Dannenberg im Beisein vom MTV Vorsitzenden Friedrich-Wilhelm "Fiete" Schulz unserem Abteilungsleiter Andreas Pohl einen Spendenscheck über 1500 €.

     
Der Fokus vieler Teilnehmer lag neben der Konzentration beim Schießen auf jeden Fall auch darauf, möglichst gut mit der enormen Hitze schon am Vormittag klar zu kommen. Die Plätze unter den selbst konstruierten Sprinkleranlagen wurden jedenfalls sehr gut angenommen und vielfach gelobt.

         
Den Kids schien die Hitze allerdings weniger auszumachen.....

 
Für eine NSSV-Landesmeisterschaft qualifizieren sich in der Regel ca. 350 Teilnehmer. Man kann davon ausgehen, dass aufgrund der Hitze einige auf einen Start verzichtet haben, denn auf dem Helmut-Ganswindt-Bogensportplatz traten schließlich "nur" 288 Bogner und Bognerinnen in den drei Gruppen an die Schießlinie.
 

        
Was den Aufwand für die Vorbereitungen angeht macht das allerdings keinen Unterschied. Zum Glück konnte der NSSV noch kurzfristig 20 Faltpavillons besorgen, so dass der gesamte Aufenthaltsbereich der Schützen beschattet werden konnte.
     
Wie man sieht haben wir keine Mühen gescheut, um es den Aktiven einigermaßen erträglich zu gestalten

 
Auch einige "Bogensport-Promis" waren bei dieser Landesmeisterschaft bei uns. Auf dem Bild ist links der mehrfache Deutsche Meister mit Compound- und Recurvebogen Thomas Hasenfuß zu sehen. Er holte bei dieser LM in der Klasse Master Compound mit 691 Ringen überlegen den Titel. Und rechts sitzt Sebastian Rohrberg, der jahrelang dem Recurve-Nationalteam angehörte und neben vielen weiteren internationalen Erfolgen Hallenweltmeister war. Rohrberg hatte auch in Dannenberg die zum Teil deutlich jüngere Konkurrenz sicher im Griff und wurde mit sehr starken 649 Ringen Landesmeister. Bei diesen Beiden konnte man sich anschauen, wie Bogenschießen in Perfektion aussieht, damit soetwas wie auf dem rechten Bild nicht allzu oft passiert.

          
Und wie schlugen sich unsere LM-Akteure? Bis auf Andreas Pohl (Senioren Recurve) und Mailo Morawietz (Jugend Recurve) starteten alle unsere Teilnehmer in der ersten Gruppe am Samstagvormittag. Darüber waren Florence Wirgininks (Bild li. Master w Recurve), Kirsten Bertz (Master w Blankbogen), Jan Heerlein und Peter Marquard (Master Recurve), Edwing Valdes Cardona und Christoph Eberl (Herren Blankbogen) und Jörg Müller (Master Blankbogen) froh, denn sie hofften, dass die Hitze am Vormittag noch erträglich sein würde. Allerdings überstieg die Quecksilbersäule bei Beginn der Wertungsdurchgänge gegen 10 Uhr bereits deutlich die 30°C-Marke. Die Temperaturen wirkten sich bei den meisten auch auf die Ergebnisse aus.
Bei Jan Heerlein (mittleres Bild li.) war davon in Durchgang 1 allerdings nichts zu spüren. Er legte mit 301 Ringen eine Saisonbestleistung hin und lag damit zwischenzeitlich auf Rang 6 von 35 Master-Recurvern. 272 Ringe mit den zweiten 36 Pfeilen waren dann nicht mehr ganz so stark, aber mit den 573 Gesamtringen und Platz 14 war er ziemlich zufrieden, zumal er im Vorfeld kaum trainieren konnte.
Zusammen mit Jan bildeten Florence und Peter eine Mannschaft in der Klasse Master Recurve. Während es bei Florence mit 556 Ringen (275 R. u. 281 R., 5. Platz) einigermaßen zufriedenstellend lief, ging bei Peter an diesem Tag so gut wie gar nichts zusammen. Nur 520 Gesamtringe notierte er auf seinem Schießzettel. Da war es wenigstens ein kleiner Trost, dass die 1649 Ringe in der Mannschaftswertung zur Silbermedaille reichten.

Waren selbst etwas überrascht über den Gewinn der Silbermedaille (v.li.): Jan Heerlein, Florence Wirgininks und Peter Marquard

Bei der Blankbogenfraktion lief es deutlich besser. Kirsten Bertz (Archivbild u.li.) schießt in dieser Freiluftsaison sehr konstant und steigert sich dabei kontinuierlich. Sie erzielte bei der Vereinsmeisterschaft 503 Gesamtringe und 510 R. bei der Kreismeisterschaft, womit sie ihren Kreisrekord vom Vorjahr bereits um 20 Ringe steigerte. Jetzt bei der LM begann sie im ersten Durchgang mit guten 250 Ringen. Trotz der wirklich sehr anspruchsvollen Bedingungen konnte sie sich in Runde zwei noch auf starke 262 Ringe steigern und verbesserte ihren Kreisrekord somit um zwei Ringe. Im Feld der 10 Master-Blankbognerinnen reichte das zu Platz 6, allerdings ringgleich mit der fünftplatzierten Melanie Wiechmannn und zum vierten Platz fehlten auch nur drei Ringe.
   
Für Jörg Müller (Bild o. re.) war diese LM mit dem Blankbogen sogar eine Premiere. Zwar knackte er hier nicht -wie bei Vereins- und Kreismeisterschaft- die 500 Ringe-Marke, aber mit 481 Gesamtringen und Platz 9 unter 19 Konkurrenten war er trotzdem ganz zufrieden.
     
Für Christoph, der als Titelverteidiger und Landesrekordhalter in der Herrenklasse mit dem Blankbogen antrat, lag der Fokus auf der Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft des Deutschen Schützenbundes im September in Wiesbaden. Auch ihm machte die Hitze zu schaffen, aber zwei konstante und für seine Verhältnisse solide Runden von 292 und 293 Ringen reichten ziemlich locker um seinen Landesmeistertitel mit deutlichem Vorsprung zu verteidigen. Genau 80 Ringe betrug die Differenz zum Zweitplatzierten, und zu Christophs besonderer Freude war dies Edwing (rechtes Bild). Der betreibt das Schießen mit dem Blankbogen seit unserem letzten Schnupperschießen im August 2025, also gerade mal 10 Monate, hat aber auch mit Chris den denkbar besten Lehrmeister im eigenen Verein. Allerdings hatte Edwing wohl auch etwas Glück, dass seine 505 Ringe (268 R. u. 237R.) zu Platz 2 reichten. Erstens war es sein schwächstes Ergebnis in dieser Freiluftsaison, und zweitens waren einige Akteure, die sonst in dieser Klasse vorne mitmischen, in Dannenberg nicht am Start. Ihm konnte es egal sein, er trug jedenfalls seine erste NSSV-Medaille mit großem Stolz den Rest des Tages um den Hals.

Siegerehrung Herren Blankbogen(v.li.): Edwing Valdes Cardona, Christoph Eberl und Bronzemedaillengewinner Manuel Bertram vom BBG Windhausen

Die Nachmittagsgruppe, in der Andreas Pohl bei den Senioren Recurve startete, hatte Glück, dass lockere Bewölkung aufzog, so dass die Sonne nicht ganz so erbarmungslos brannte. Trotzdem hatte es immer noch knapp 40°C, aber unser Routinier kam damit ganz gut zurecht. Mit 293 Ringen im ersten Durchlauf lag er auf einem guten 5. Platz und die direkt vor ihm platzierten Andreas Heiser (SKO Schöningen) und Friedhelm Hornemann (BSC Wunstorf) waren mit 294 Ringen, bzw. 296 Ringen nicht außer Reichweite. Auch der 2. Platz von  Axel Günther vom SV Hohegeiß war mit 306 Ringen natürlich noch nicht -sozusagen- in trockenen Tüchern. Nur der mehrfache Deutsche Meister Erwin Wollny aus Dauelsen hatte mit 314 Ringen schon ein etwas dickeres Polster vorgelegt. Aber man weiß ja, was alles mit den zweiten 36 Pfeilen so passieren kann. Andreas jedenfalls ließ sich nicht nervös machen und legte mit 302 Ringen noch eine Schippe drauf. Aber das tat mit 303 Ringen auch Heiser, so dass der Andreas mit 597:595 Gesamtringen die Bronzemedaille hauchdünn wegschnappte. Und Gold holte nicht Wollny, der mit 298 Ringen in Runde Zwei einen kleinen Einbruch hatte, sondern Günther, der mit 307 Ringen sein Niveau halten konnte und den Landesmeistertitel mit 613 Ringen und somit nur einem Ring Vorsprung auf Wollny holte.

Als letzter der MTV-Teilnehmer war am Sonntag Mailo (Archivbild oben) in der Jugendklasse Recurve am Start. Bei der Kreismeisterschaft hatte er mit 504 Ringen das erste Mal die begehrte 500er-Marke übertroffen und im Training lief es in letzter Zeit auch ganz ordentlich, so dass er sich auf diese LM gefreut hat und guten Mutes war. Das Einschießen lief gut und mit Passen um 42 bis 43 Ringe lag er im ersten Durchgang auf Kurs und konnte gute 254 Ringe auf seinem Schießzettel notieren. Mailo war zufrieden und so sollte es in Runde 2 eigentlich auch weitergehen. Aber nach der Pause war der Wurm drin. Natürlich waren die Temperaturen wieder Richtung 40°C, aber das waren sie im Ersten auch schon fast. Mailo war etwas ratlos. Aber so ist es manchmal im Bogenschießen, da geben dann Kleinigkeiten den Ausschlag, die man sich in dem Moment nicht erklären kann. Aber seine 467 Ringe reichten immerhin noch zu Platz 7 unter den 15 Jugend-Recurvern.

   
Wir haben im Anschluss an die LM viel Lob von den NSSV-Verantwortlichen und auch von Teilnehmern für die nahezu perfekte Organisation und Durchführung erhalten.
Ohne die vielen Helfer -auch von unserem befreundeten Verein Wendland-Archery- wäre das so nicht möglich gewesen.

 
Ihr ward echt großartig!
Dafür an dieser Stelle mal ein ganz großes
D A N K E S C H Ö N!!

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Ergebnisliste

  EJZ-Bericht: Aus Kolumbien aufs Treppchen und  Pohl fehlen drei Ringe zur Bronzemdaille


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