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29.-30.
August 2026
DBSV-DM: Bögen ohne Visier
Für
Heidi und Helmut war diese DM in vielerlei Hinsicht einzigartig, wie
Helmut mit einem Augenzwinkern berichtet: "Es
war die erste Meisterschaft, bei der die Athleten das Wettkampfgelände
nicht verlassen durften (aus Sicherheitsgründen eingesperrt....). Es
war die einzige von sechs geplanten 1440er BoV-Meisterschaften in diesem
Jahr, an der wir teilnehmen konnten. Und es war unsere erste DM mit dem
Jagdbogen im Freien überhaupt, bei der wir nicht Letzte wurden. Wir
sind froh und dankbar, dass wir dabei sein durften. Danke Rostock und
dem DBSV!"
Heidi und Helmut, Ihr seid einfach unglaublich und Inspiration und Ansporn
für uns jüngere Aktive.
Kirsten
Bertz (re.) machte sich im Vorfeld in der Klasse ü50 Damen Blankbogen
nicht sehr große Hoffnungen darauf, ihren Silbermedaillengewinn aus dem
letzten Jahr wiederholen zu können, denn einige ihrer Konkurrentinnen
hatten deutlich bessere Qualifikationsergebnisse vorzuweisen. Aber jede
Meisterschaft muss erst einmal geschossen werden und am Ende werden die
Ringe gezählt. Bei wechselhaftem Schauerwetter musste immer mal wieder
die Regenjacke übergezogen werden, aber wenigstens war Kirsten auf Scheibe
vier durch Büsche und Bäume am Rand vor dem böigen Wind etwas geschützt.
Aber mit 256 Ringen zu Beginn auf 50m war sie nicht zufrieden, denn gerade
da hatte sie in der Vergangenheit oft gute Ergebnisse vorlegen können.
"Spätesten jetzt hatte ich die letzte Hoffnung auf eine Medaille
aufgegeben und mich nur noch darauf konzentriert, in ein gutes
Schießgefühl zu kommen" war ihr Kommentar zur ersten Distanz. Zum
weiteren Verlauf berichtet sie: "Die 40m waren dann mit 270 Ringen in
Ordnung (BL 287 R.), 265 Ringe (BL 284 R.) auf 30m sind noch gerade so ok
und die 20m waren dann wieder mit 310 Ringen zufriedenstellend.
Am Ende sind es 1101 Ringe geworden, 25 Ringe unter meiner
Bestleistung. Ich war froh den vierten Platz die ganze Zeit gehalten
zu haben. Die anderen waren einfach besser. Jetzt geht´s erstmal in den
Urlaub..... ohne Bogen." Da bleibt uns nur zu gratulieren und
einen schönen und erholsamen Urlaub zu wünschen!
Christoph
Eberl gehört normalerweise zu den heißen Medaillenkandidaten bei den
Herren-Blankbognern, hat aber in den letzten Wochen ein wenig an seiner
Technik gefeilt und dafür auch sein Bogensetup etwas geändert. Deshalb
betrachtete er diese DM, auch im Hinblick auf die DSB-DM in zwei Wochen,
ein bisschen als Trainingswettkampf. Also setzte er sich nicht großartig
unter Druck und konnte einigermaßen unbeschwert an die Schießlinie treten.
Dann noch mit Kumpel Jan Stollberg und dem ihm ebenfalls von zahlreichen
Turnieren gut bekannten Ralf Gläser auf einer Scheibe, das konnte ja nur
gut werden. Und die Drei ließen es ordentlich krachen. Stollberg und
Gläser auf 50m mit 324 und 306 Ringen, Chris mit 296 Ringen etwas
dahinter, da wurde es schon ziemlich eng im Gold. Das Pfeilgedränge im
Zentrum von Scheibe 11 nahm natürlich auf 40m noch etwas zu: Stollberg 322
R., Gläser 317 R., Chris 313 R., das sah bestimmt beeindruckend aus auf
der Scheibe. So war auch das Ranking nach dem ersten Tag: 1. Jan Stollberg
mit 646 R., 2. Ralf Gläser 623 R., und schon mit etwas Rückstand aber mit
Platz 3 sehr zufrieden, Chris mit 609 Ringen. Aber zu den nachfolgenden
Konkurrenten hatte er nur 5, bzw. 9 Ringe Polster. Da war also auf den
kurzen Distanzen am Sonntag noch einmal volle Konzentration angesagt um
die Bronzemedaille abzusichern, denn Chris wusste, 30m und 20m können
eigentlich alle stark schießen. Aber er selbst eben auch: mit 314
Ringen auf 30m schoss er das zweitbeste Ergebnis hinter Stollberg und
verschaffte sich vor den finalen 20m etwas Luft nach hinten. Und da ließ
er mit guten 326 Ringen nichts mehr anbrennen und freute sich sehr über
diese etwas unerwartete Bronzemedaille in Rostock. Auch zu dieser
starken Leistung gratulieren wir natürlich herzlich!

Siegerehrung der Damen ü50 Blankbogen mit Kirsten Bertz auf Platz 4 und
bei den Herren Blankbogen mit Bronzemedaillengewinner Christoph Eberl.
Ergebnisliste

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